Weinkultur seit über 350 Jahren
Unsere Philosophie
Ökologischer Weinbau seit 1978.
So erhalten unsere Weine Kraft und Finesse.
Pur und klar.
Seit 1978 betreiben wir biologischen Weinbau. Liesel und Berthold Schmitt gehören zu den ersten Winzern in Deutschland, die den Gedanken der Nachhaltigkeit ernst nahmen und im Anbau vollständig auf chemisch-synthetische Dünger und Spritzmittel verzichteten. Sie waren Mitgründer von ECOVIN, dem Bundesverband Ökologischer Weinbau. Es war eine schwierige, kräftezehrende Zeit voller Widerstände. Doch es hat sich gelohnt. Für die Natur. Für uns. Für unsere Weine. Wir sind überzeugt: Spitzenwein entsteht nur mit ökologischen Prinzipien. In unseren Weinbergen greifen wir möglichst nicht ins Wachstum der Natur ein, sondern fördern es mit natürlichen Mitteln. Mit blühenden Fluren sowie intakter Bodenflora und -fauna schaffen wir die Grundlage für beste, gesunde Trauben. Nützlinge, die sich hier gut entwickeln, regulieren die Schädlinge. Zudem reduzieren wir die Erntemenge deutlich, um die Qualität unseres Weins spürbar zu steigern, ihm Kraft und Komplexität zu verleihen.
Unsere Tradition
Wein ist für uns kein Industrieprodukt,
sondern ein Kulturgut, das auf eine lange Vergangenheit zurückblickt.
Bei uns seit 1672.
Unsere Vorfahren waren Hugenotten. Im 16. Jahrhundert wurden sie wegen ihres Glaubens verfolgt und mussten aus Frankreich fliehen. In der Region zwischen Sprendlingen und Ober-Hilbersheim fanden sie eine neue Heimat, betrieben Landwirtschaft und legten Weinberge an. Die älteste Urkunde, die den Weinbau in unserer Familie schriftlich belegt,stammt vom Gerichtsmann und Winzer Matthes Porth aus dem Jahr 1672. Seitdem hat unsere Famile in mehr als 13 Generationen Wein angebaut. Jahr für Jahr. Bis heute.
Unser Terroir
Als Teil des Oberrheinischen Tieflandes ist Rheinhessen eine der Wärme- und Trockeninseln in Deutschland. Die Temperatur beträgt im Jahresdurchschnitt milde 10°C. Die Jahresniederschläge liegen bei etwa 500 Millimetern. Der Regen fällt vor allem im Sommer, wenn die Reben ihren größten Wasserbedarf haben. Der Wind aus West, der Luftmassen mit hoher Feuchtigkeit heranbringt, wird von den ebenfalls im Westen liegenden Bergzügen zum Aufsteigen gezwungen. Dort regnet bereits ein Teil der Feuchtigkeit ab. Daher ist es in Rheinhessen sonnig und warm.
Unsere Weinberge liegen vor allem am Westrand des rheinhessischen Tafellandes, der sogenannten rheinhessischen Randstufe. Die Form der nach oben immer steiler werden Hänge entstand in den Eiszeiten. Kälte und Wasser legten Meeres- und Landablagerungen mit der Zeit wieder frei. Auch die Winzer, die die Weinberge seit Jahrhunderten bearbeiten, haben die Böden durch stetiges Umgraben beeinflusst. Sie brachten frisches Gestein an die Oberfläche und unterbrachen damit die Verwitterung. Der kalkhaltige Boden mit dem Namen „Pararendzina“ ist unverbraucht, in jeder Lage von seinem Untergrund geprägt – und typisch für Rheinhessen.
Unsere Weinlagen
Sprendlinger Klostergarten
In diesem Weinberg lagern Kies und Sand des Urrheins unter einer eiszeitlichen Lössdecke. Die Erosion hat in einem schmalen Band diese Sedimente wieder freigelegt. Es entstanden Böden, die anders als sonst in Rheinhessen, wenig Kalk enthalten. Der Wein aus dem Klostergarten erhält so einen sehr komplexen, mineralischen und eleganten Charakter.
St. Johanner Geyersberg
Die Böden des etwa 260 Meter hohen Geyersbergs sind von uralten Quellen durchzogen. Die vom fließenden Wasser beförderte Erosion legte den Schutt von Kalkalgenriffen frei. Diese eher flachgründigen Böden wirken direkt auf den Weinstock ein und setzen ihn unter Stress. Sein Wachstum ist beschwerlich. Hier wachsen Weine mit ganz eigenem Charakter. Unten am Hang sammelten sich über die Jahrtausende nicht nur Gesteine an, sondern auch Humus. In dieser Kombination findet der Weinstock perfekte Wachstumsbedingungen. Die Weine vom Geyersberg sind von Frucht, Fülle und Dichte geprägt.
Binger
Honigberg
Im mittleren Hangbereich der rheinhessischen Randstufe nahe Dromersheim liegt der Binger Honigberg. Seine kalkhaltigen und tiefgründig lehmigen Böden entstanden aus dem Schlamm vom Grund des einstigen Meeres, in dem nachweislich Haie lebten. Dieser Untergrund gibt dem Weinstock viel Kraft. Die Weine vom Binger Honigberg sind aromatisch, würzig und kraftvoll.
Unser Weinkeller
Die perfekte Weinbereitung braucht Zeit. Es kommt genau auf den richtigen Zeitpunkt an.
Wir können warten.
Unser Gewölbekeller aus dem Jahr 1865 wird von zwei steinernen Bögen überspannt. Das Logo unseres Betriebs zeigt sie als Sinnbild unserer Weinbautradition. Dort unten bekommen unsere Rotweine alle Zeit, die sie zur perfekten Reife benötigen. Vor allem Spätburgunder, Cabernet Sauvignon und Merlot lagern in den rund 50 Eichenholz- und Barrique-Fässern. Sie reifen oft viele Monate, bis wir sie in die Flasche füllen. Darin reifen sie weiter. Also immer mit der Ruhe.